Zu siebt gestartet und zu dritt angekommen

Hamburg – Berlin – Köln, kurz H-B-K, ist das erste deutsche Super-Brevet und wird seit 2006 vom Audax Club Schleswig-Holstein in einem Rhythmus von vier Jahren ausgerichtet.

Nach der fünften Austragung im Jahr 2018 mit der Teilnahme eines ausgesprochen internationalen Starterfelds steht das nächste Jahr wieder im Zeichen von H-B-K.

Um vorab schon die Strecke zu testen beschlossen wir, die Route „touristisch“, also mit einem entspannteren Zeitrahmen von acht Tagen abzufahren.

Hier nun die Tagesaufzeichnungen von Anja, die zeigen: Leicht wird es nicht – aber schön!

Tag 1: Ahrensburg-Havelberg,  Sa. 24.07.2021,  208 Km,  10h 15min

Um 8.00 Uhr haben wir uns in Ahrensburg am Bahnhof getroffen um die erste Etappe der HBK-Abfahrt in Angriff zu nehmen. Die ganze Strecke hatten wir mäßigen Gegenwind und Temperaturen bis zu 32 Grad. Wir sind genau dem HBK Track gefolgt und mit einigen Pausen gegen 18.00 in Havelberg angekommen. Hier haben wir dann auch Knut getroffen, der mit seinem Treckingrad eine andere Strecke gefahren ist.

Tag 2: Havelberg- Prödel,  So. 25.07.2021,  179 Km,  9h 20min

Nach dem Frühstück bei einem Bäcker sind wir dem Track weiter gefolgt. Der Gegenwind war immer noch da und die Sonne hat weiterhin für ein schnelles leeren der Trinkflaschen gesorgt. In Nauen hat Jochen leider die Tour beendet. In Brandenburg ist Uwe gestürzt, aber bis auf ein paar Schürfwunden ist glücklicherweise nichts passiert. In Prödel angekommen haben wir Knut wiedergetroffen der die kurze Strecke am Elberadweg gefahren ist.

Tag 3: Prödel-Gieboldehausen,  Mo. 26.07.2021,  197 Km,  11h 20min

Bis Schönebek sind wir noch mit Knut gemeinsam gefahren, der sich dort Richtung Bahn(Fulda) verabschiedet hat. Der Gegenwind war natürlich auch noch da, nur heute kam noch ein Gewitterschauer dazu. Und Berge: Wir mussten quer durch den Harz. Im Harz hat Rüdiger, nachdem ihm das Schaltauge gebrochen ist, die Tour beendet. Das heutige Highlight war ein 1.5 Km lange Schiebestrecke durch den Wald an einer Baustelle vorbei.

Tag 4: Gieboldehausen-Brilon,  Di.  27.07.2021,  167 Km, 10h 35min

Nun sind wir nur noch zu viert. Aber der Gegenwind hat uns leider nicht verlassen. Jetzt ging es auch richtig mit den Bergen los und die Landschaft wurde immer schöner. Pausen haben wir meistens bei kleinen Supermärkten gemacht. Zu guter Letzt gab es noch ein 2 Km Schotterstrecke in einer Baustelle.

Tag 5: Brilon-Windeck(Kirchen),  Mi. 28.07.2021,  136 Km,  9h 45min

Wieder Gegenwind und Berge, mit Steigungen von teilweise über 13% . So langsam komme ich an meine Grenzen und kürze ca. 20 Km und viele Höhenmeter mit der Bahn ab. Die anderen Drei fahren die volle Strecke und ich bin schon früher im Hotel in Windeck.

Tag 6: Windeck-Eslohe,  Do. 29.07.2021,  101 Km,  6h 20min

Die anderen Drei fahren auf dem Track über Rösrath nach Eslohe. Ab Rösrath ist endlich Rückenwind angesagt. Ich fahre die direkte Strecke nach Eslohe, was aber immer noch 101 Km und 1300 Hm sind. Die letzten 15 Km vor Eslohe fahre ich auf einem neuen Eisenbahnradweg mit Fledermaustunnel.

Tag 7: Eslohe-Stukenbrock,  Fr. 30.07.2021,  148 Km,  8h 55min

Die erste Hälfte der Strecke hatten wir noch Berge danach war es flach. Und wir hatten Rückenwind und Sonne. In Brilon hat Uwe dann die Tour beendet, da er zu einer Familienfeier wollte. Bis Stukenbrock war dann entspanntes Rollen angesagt.

Tag 8: Stukenbrock-Verden,  Sa. 31.07.2021,  167 Km,  7h 30min

Heute sollte unsere letzte Etappe sein. Der erste Teil hatte noch Berge aber ab Bad Oeynhausen war es flach. Wir haben die Kontrolle in Lindern besichtigt und sind dann weiter mit kräftigem Schiebewind nach Verden gefahren. Dort sind wir in die Bahn gestiegen und nach Hause gefahren.

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