Regen, Wind und etwas Sonne

200 km - Brevet am 29. März 2008 / Nortorf.

Wetter ist für Radfahrer eigentlich immer ein Thema. In Nortorf gab es in diesem Jahr alles. Bernd / Präsident und Organisator / Windgeneigt, obwohl es noch gar nicht wehtMit Rückenwind ging es von Nortorf aus bis zur Levensauer Hochbrücke (Kiel) und dann über den Nord-Ostsee-Kanal. Auf dem Stück entlang des Westensees, gibt es ausreichend Höhenunterschiede, das Feld der ca. 40 Starter-und Starterinnen zu sortieren. Die Hochbrücke selber ist ebenfalls lang und hoch genug. Mir gelang es aber, an der Spitzengruppe dran zu bleiben. Die Brücke ist der nordöstliche Wendepunkt der Strecke. Ab da gab es im Prinzip Gegenwind bis Albersdorf. Zum Glück kam reichlich Regen, das dämpft in der Regel Luftbewegungen. Trotzdem, die Frage : "Warum ich jetzt hier?" kann nicht schlüssig beantwortet werden.

Der erste Kontrollpunkt war nach 90 Kilometern in Fockbek bei Rendsburg. Es gab einige Ortskundige in der Gruppe. Ich hielt mich an Hermann und wir waren dann zu viert auch die ersten im Rad- und- Sportladen Finisher. Wir wurden von Andrea gut versorgt und es fand sich sogar die Gelegenheit, ein Steuerkopflager nachstellen zu lassen.Kontrollstelle in Fockbek

Wir beschlossen zu warten bis die inzwischen eingetroffene Gruppe fertig war. Das Gelände entlang des Kanals ist flach und offen, leider hatte es auch aufgehört zu regnen. Man ist da für jeden Windschatten dankbar. Es ist aber auch nicht ganz ungefährlich, bei starkem Seitenwind in der Gruppe Rad zu fahren. Manchmal kommt ja doch ein Auto. Ist alles gut gegangen.

Ich war froh als wir dann in Albersdorf ankamen. Ich bekam meinen Kaffee als letzter. Der Becher war noch nicht leer, da drängte schon der Endspurt-Vereinskollege. Nasse Finger-Handschuhe sind auch was schönes, wenn es schnell gehen soll. Ich sah die Gruppe noch eine ganze Zeit vor mir, kam aber nicht ran. Zum Glück sah der Streckenverlauf jetzt Rückenwind vor und es wurde sonnig.

Kurz vor Breiholz standen Ludger, Uwe und noch einige anderen Starter auf der Straße und warteten. Es gibt wohl reale Gründe, den Audax-Club in der Beliebtheitsskala höher als Endspurt einzustufen. Wir fuhren dann gemeinsam die Kontrolle Osterrönfeld an. Dann hatte ich noch eine Panne kurz vor Brammer und war richtig dankbar für die Begleitung der Kollegen, als sich herausstellte, das mein Ersatzschlauch nicht so funktionierte, wie er sollte. Das Stück vor Brammer hatte es aber auch noch einmal windrichtungstechnisch in sich.

Ich war fertig genug, um froh zu sein, mein Rad ins Auto packen zu können. Nach dem Duschen gab es noch Nudelsuppe und Würstchen. Die Eigentliche Herausforderung waren die niedrigen Stühle des Klassenzimmers. Außerdem hatte alles etwas länger gedauert, als gedacht. Aber schön war es doch, insbesondere das Ankommen.

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