Laues Lüftchen

Erster Radmarathon des Jahres am Sonnabend den 15.März 2008. Mit 29 Teilnehmern über 200 Kilometer zwischen Neumünster und Ostsee.

Ergebnisse


Organisation

Der Audax Club S-H steht ganz oben. 1. Marathon im Breitensportkalender in der Saison 2008.Knut mit Brötchen bei der "Anmeldung" Verantwortlich dafür ist Knut. Er organisiert die Veranstaltung alleine und setzt seinen Sohn als Helfer für die Zielkontrolle ein. Einfach, zweckmäßig und gut: Startunterlagen gibt es aus der geöffneten Kofferraumklappe. Die Kontrollpunkte (in der Regel Tankstellen) fährt man nach der Streckenbeschreibung an und erhält dort Kontrollstempel. Am Ziel hat der Sportplatz nachmittags den Betrieb aufgenommen und die Duschen sind warm. Knuts Sohn nimmt einen und dann in Empfang und vom Wirt gibt es Suppe (im Startgeld enthalten).

Wetter und Strecke

Es war nicht ganz so lau, wie ich meinte, dem Wetterbericht entnehmen zu können. Morgens frisch, bedeckt, fast etwas nebelig. Tagsüber wurde es heller und wir hatten wohl Temperaturen bis etwa 10°C. Ganz zum Schluss fielen auch 2 oder 3 einzelne Tropfen. Der Wind kam aus westlicher Richtung, war aber nicht besonders stark. Bei der Abschluss-Suppe erinnerten wir uns an die Termine aus den Vorjahren. Vor 2 Jahren gab es noch Reste von Schnee und Eis und im letzten Jahr hielt eine Sturmwarnung sogar einige vom Erscheinen ab. Es war wohl doch ziemlich lau.

Die Strecke führte von Neumünster Richtung Osten durch die Holsteinische Schweiz bis an die Ostsee nach Scharbeutz. Dann in Nord-Nord-Westlicher Richtung bis kurz vor Schönberg. Ab dort südlich bis Ascheberg am Plöner See. Die letzen 30 km verlaufen in westlicher Richtung bis zum Ausgangspunkt. Wir waren meist auf verkehrsarmen
Nebenstraßen unterwegs. Die Landschaft ist abwechslungsreich und wellig. Dem allgemeinem Urteil: „Schöne Strecke" möchte ich mich hier ausdrücklich anschließen.

Aber Knut kennt natürlich auch andere schöne Strecken. Er überlegt für das nächsten Mal eine andere Streckenführung.Erwartungsvoll beim Start. Es gab aber keine Rede


Unterwegs

„Wollt ihr jetzt noch ne Rede?" Knut hatte mit der Frage schon angedeutet, dass er Radfahren und keine Reden halten wollte (Wie wir Norddeutschen eben so sind). Rechts aus der Einfahrt vom Parkplatz raus und Heino hechelte (leicht) schon der schnellen Gruppe hinterher. „Lass uns auf Knut warten und dann sinnig fahren." Knut schoss ans uns vor bei und fand Anschluss ganz vorne.

Das war es mit dem sinnig fahren. Die Sortierung ergab sich dann bald wie von selbst. Wesseln und Co voraus, dann die Gruppe mit vielen mir vertrauten Rad- und Vereinskollegen. Großräumig betrachtet gehört die Gegend nördlich des Harzes bis Jütland zur norddeutschen Tiefebene. Kleinteilig fühlen sich die Hinterlassenschaften der Eiszeitgletscher am Ostseerand nicht wirklich eben an. „Habt ihr Heino abgehängt?" fragte ich irgendwo kurz vor Scharbeutz. Knut: "Ja"

Wir waren noch gut 10 Fahrer an der Tankstelle. Der Verzehr des mitgebrachten Brots zur gekauften Cola, dauerte schon zu lange. Knut,Ludger, Hermann und noch ein paar andere waren schon wieder unterwegs. Sollte ich mir jetzt die Streckenbeschreibung an den Lenker klemmen? Ich hielt mich an Gerald, obwohl, großräumig betrachtet, kannte ich die Strecke auch. Die Gruppe war jetzt wohl 7 Mann stark. In den Hügeln um Süsel gab es einen Abgang und hinter Malente erreichten wir die ersten beiden Kurzpausierer. Dann wurde noch einmal ein wenig das Tempo verschärft und einige von uns erreichten noch vor Giekau, die kleine Gruppe, die sich um Knut gebildet hatte. Danach ging es dann etwas mehr gegen den Wind.

Zu dicht aufgefahren, nicht aufgepasst und das Rad samt Fahrer kommt in die Waagerechte. Ich musste den Sturz direkt vor mir auf dem durchweichten Randstreifen umfahren. Hinter mir krachte es noch einmal. Dabei blieb wohl ein Zahn auf der Strecke. Das Opfer wollte unbedingt weiterfahren und kam auch mit uns wieder in Neumünster an.Gerald am Ziel (Er kann auch sauber ankommen)

In Höhndorf (bei Schönberg) gab es dann endlich eine Pause, bei der die Gruppe zusammenblieb. Für mich gab es Bockwurst, Knut gönnte sich ein hartgekochtes Ei.

Entlang des Westrandes des Selenter Sees ging es Richtung Süd nach Ascheberg zum Plöner See. Eigentlich wurde jetzt halbwegs gruppenkompatibel gefahren, trotzdem war Gerald irgendwann weg. Wir wurden dann von einer 4 köpfigen Trainingsgruppe überholt. „Wo ist Gerald?" lautete die Frage. Er erreichte uns dann gerade noch rechtzeitig an der Kontrollstelle.

Noch 30 Kilometer und dann ist es geschafft. Bei den ersten Brevets muss ich immer aufpassen. Aber so ein bisschen Krampf sagt einem ja auch, dass man noch etwas mehr trainieren sollte. Ich hatte jedenfalls nicht mal Ambitionen, als Gerald um das Ortsschild Neumünster sprintete.

7 Stunden und 40 Minuten für 203 Kilometer. Als alter Mann muss man damit zufrieden sein (und ist es auch).

 

Punkte und Suppe